Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit
an der Overbergschule
 

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Seit September 2011 sind wir in der glücklichen Lage, mit Herrn Stefan Schulz einen eigenen Sozialarbeiter an unserer Schule zu haben, angestellt beim Caritasverband Oberhausen e.V.
Montag bis Donnerstag von 7.30-16.30 Uhr sowie Freitag von 7.30-15.00 Uhr, ist er für die Kinder an der Schule erreichbar.
Die Eltern können den Schulsozialarbeiter entweder unter
0163-88086-75 oder unter schulz@caritas-oberhausen.de erreichen. 

Unter anderem beinhaltet die Schulsozialarbeit an der Overbergschule folgende Angebote:

Prävention:

. . Jugendtrophy

Die Trophy ist für Jungen zwischen 9 und 13 Jahren gedacht und soll in 5er – 7er Teams durchgeführt werden.

Die Inhalte setzen sich zu einem Teil aus den „klassischen“ männlichen Tugenden wie Mut, Stärke, etc. zusammen, zum anderen Teil aus verschiedenen, für Jungen häufig ungeübte Fähigkeiten, wie Menschenkenntnis, Kooperation, Sinneswahrnehmungen etc.

Die Trainings

Diese Trainings setzen sich aus den Diziplinen „Warming up“, Kraft und Stärke, Zusammenarbeit mit anderen, Vertrauen, Sinne, Reflexion und Auswertung zusammen.

Sie sollen exemplarisch darstellen, wie die Jungengruppen auf das Finale vorbereitet werden können. „Junge“ braucht Geschick, Kraft, Stärke, aber muss auch mit anderen zusammenarbeiten können.

An der Grundschule Overberg wird seit dem Jahre 2013 jedes Schuljahr im 2. Halbjahr eine Jungentrophy durch Herrn Schulz, Schulsozialarbeiter, initiert und es nehmen immer Jungen der vierten Klassen teil. Im März 2020 wurde an der Grundschule Overberg wieder eine Jungentrophy durchgeführt und fand seinen Abschluss mit dem Finale der Jungentrophy am 07.03.2020 in der Sporthalle der Gesamtschule Osterfeld, wo alle Schulen / Einrichtungen zusammen kamen, die dieses Jahr eine Jungentrophy in Oberhausen durchgeführt haben und ermittelten einen Endsieger.

Die Grundschule Overberg hat von sechs teilnehmenden Mannschaften leider keinen der ersten zwei Plätze belegt, aber ihre Teamfähigkeit gestärkt, viel Spaß gehabt und schön war es auch, dass viele Eltern der teilnehmenden Jungen ihre Kinder unterstützt haben.
. . Overberg-Engel (AG ab Klasse 3)
Projektbeschreibung: „Overberg-Engel“ (eine Mischung aus den Programmen: „Grundschulkinder werden Streitschlichter“, Marina Götzinger und Dieter Kirsch, Verlag an der Ruhr, 2004, und „Pausenengel“, ein innovatives Konzept zur Streitvermeidung und Gewaltprävention auf dem Schulhof, Martina Vogel, Auer-Verlag, 2007) „Zivilcourage ist lernbar – Overberg-Engel zeigen, wie es geht“ Was sind „Overberg-Engel“? Overberg-Engel sind Schüler, die die Pausenaufsicht führenden LehrerInnen begleiten. Overberg-Engel agieren möglichst im Hintergrund und nehmen Missverständnisse auf dem Pausenhof wahr. Bei kleineren Schwierigkeiten helfen sie den MitschülernInnen sofort. Größere Schwierigkeiten melden sie der Pausenaufsicht. Sie ersetzen nicht die Lehrkraft, sondern unterstützen sie. Unter dem Motto: „hinschauen – einmischen – helfen / Hilfe holen sorgen sie für ein friedfertiges Miteinander auf dem Pausenhof und dem ganzen Schulgelände. Die Aufgaben der „Overberg-Engel“ Die Overberg-Engel haben verschiedene Aufgaben und Tätigkeitsbereiche:
  • Sie führen Streitschlichtungen bis Phase 3 durch (Kontakt zu den Streitenden herstellen, Was ist passiert?, Wie hast du dich gefühlt? Was wünscht Du dir vom anderen Kind?)
  • Sie schaffen ein friedfertiges Miteinander auf dem Pausenhof
  • Sie helfen ihren MitschülerInnen bei den kleinen Schwierigkeiten des Lebens (Schließen der Jacken, Binden von Schuhen etc.)
  • Sie reden mit den MitschülerInnen, wenn sie dies möchten (wenn sie traurig sind, alleine herumstehen, keinen zum Spielen haben, ausgegrenzt werden etc.)
  • Sie führen Gespräche, hören gut zu, trösten und vermitteln an andere Personen (Lehrerkollegium, Schulsozialarbeit, Ganztag)
  • Sie informieren die Pausenaufsicht, wenn sie ernste Konflikte oder andere größere Probleme auf dem Pausenhof wahrnehmen
Inhalte der Ausbildung:
  • Streitschlichterausbildung
  • Pausenhofanalyse
  • Kontrollierter Dialog
  • „Wir haben Gefühle“
  • Aufgaben/Grenzen der „Overberg-Engel“
  • Rollenspiele
Ziele des Projektes: „Overberg-Engel“
  • Verbesserung der Pausensituation
  • Erwerb von sozialen Kompetenzen
Die AG Overberg-Engel hat im Schuljahr 2016/2017 die AG Streitschlichtung abgelöst und wird seitdem durch den Schulsozialarbeiter mit bis zum 14 Kindern der dritten Klasse, die sich freiwillig dazu anmelden, durchgeführt. Im laufenden Schuljahr hat Herr Schulz im November 2019 wieder mit einer Ausbildung zum Overberg-Engel begonnen, an der insgesamt 14 Mädchen und Jungen der dritten Klassen von Frau Altergott und Frau Albanese teilnehmen. Diese Ausbildung wird dann mit einem 14 tägigen Praktikum abgeschlossen, in dem die teilnehmenden Kinder ihre erworbenen Kenntnisse aus der Ausbildung auf dem Pausenhof zeigen müssen. Aufgrund der Corona-Krise und der damit verbundenen Schulschließung wird diese Ausbildung erst im Schuljahr 2020/2021 abgeschlossen. Aktuell sind schon jeweils Dienstag, Mittwoch, und Donnerstag in der 1. Pause Overberg-Engel auf dem Schulhof tätig, die ihre Ausbildung im Schuljahr 2018/2019 abgeschlossen haben. Angedacht ist mit einer neuen Ausbildung zum Overberg-Engel im Schuljahr 2020/2021 zu beginnen, zu den sich dann wieder die 3. Klassen freiwillig anmelden können.
. . Fussball- AG
Das Spiel Fußball hat bei den Kindern einen hohen Stellenwert. Viele Mädchen bzw. Jungen der Grundschule Overberg spielen selber in einem Verein oder widmen viel Zeit ihrer Freizeit bzw. der Zeit im Ganztag dem Spiel mit dem Ball. Diese Begeisterung für den Fußball soll auch in der Fußball AG weiter intensiviert und verstärkt werden. Seit dem Schuljahr 2013/2014 wird durch den Schulsozialarbeiter eine Fußball AG jeweils Dienstag im Nachmittagsbereich in der Sporthalle der Schillerschule angeboten. An der Fußball AG nehmen aktuell 3 Mädchen und 10 Jungen aus den zweiten bis vierten Klassen teil. Die Mädchen bzw. Jungen haben einen sehr unterschiedlichen Stand ihrer fußballerischen Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten. Deshalb wird zu Beginn der Fußball AG eine Übung mit den beteiligten Kindern durchgeführt, um ihre notwendige Sachkompetenz in Form grundlegender Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verbessern bzw. auch erst zu erlangen. Vor allem soll es aber in der Fußball AG um „Spaß“ gehen und des weiteren soll die Förderung des sozialen Verhaltens in der Gruppe gefördert werden. Zentrale Begriffe dabei sind: Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Fair play und Respekt vor anderen. Jedes Jahr nimmt die Fußball AG am Fußballturnier Grundschulen der Osterfelder Ganztage teil.
. . Teamgeister (ab Klasse 1)
Teamgeister – Informationen zum Sozialen Lernen  in der Gruppe Das Programm Teamgeister legt einen besonderen Akzent auf die Unterstützung und Hilfe für sozial benachteiligte Kinder. Der Schule kommt im Prozess der Sozialisation von Kindern eine besondere Rolle zu. Viele Kinder sind Einzelkinder, die in sehr kleinen Familienverbänden aufgewachsen sind. Viele von Ihnen kommen aus Familien, in denen sich regelmäßig nur noch ein weiterer Erwachsener aufhält und sind so ein Gruppengeschehen überhaupt nicht gewohnt. Umgang mit Gruppengeschehen erfahren sie zum ersten Mal in einer verpflichtenden Weise in der Grundschule. Spielerisch werden die Mädchen und Jungen an die verschiedenen Themen herangeführt und erlernen dabei, sich selbst besser wahrzunehmen, respektvoll miteinander umzugehen und Andersartigkeit zu achten. Rollenspiele, Gruppen-Partner Einzelarbeiten, spielerische Übungen als auch Reflexion-/Abschlussrunden sind die Methoden, die angewendet werden. Das Programm „Teamgeister“ gehört zu der Gruppe der „Life-Skills-Programme“, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als die effektivsten pädagogischen Programm angesehen werden. Die WHO definiert „Life-Skillsals Kompetenzen, die Menschen helfen, die Anforderungen des täglichen Lebens erfolgreich zu bewältigen. Sie zählt dazu zehn grundsätzliche Lebenskompetenzen:
  • Selbstwahrnehmung (sein Selbst, seine Stärken und Schwächen, Wünsche, Abneigungen wahrnehmen und verbalisieren können)
  • Umgang mit Gefühlen (eigene und fremde Gefühle erkennen und verbalisieren können und wissen, wie Gefühle unser Handeln beeinflussen)
  • Empathie (sich in andere hineinversetzen und sie so besser verstehen und akzeptieren können)
  • Kommunikative Kompetenz (sich in unterschiedlichen Situationen angemessen verbal und nonverbal sudrücken können)
  • Beziehungskompetenz (positive Beziehungen zu Gleichaltrigen und in seiner Familie aufbauen und aufrechterhalten können)
  • Entscheidungskompetenz (Entscheidungen treffen und die Auswirkungen vorab bedenken können)
  • Kritisches Denken (Informationen und Erfahrungen analysieren, beeinflussende Faktoren erkennen und bewerten können
  • Kreatives Denken (Handlungsalternativen zum eigenen Verhalten und zum Verhalten anderer erkennen und flexibel reagieren können)
  • Problemlösekompetenz (die Lösung von Problemen aktiv angehen und Konflikte auf dem Verhandlungsweg lösen können)
  • Stressbewältigung (Stresssituationen erkennen, kontrollieren und sich selbst beruhigen können)
Das Programm „Teamgeister“ möchte den Kindern einfache Erfahrungen mit ihrem Mitmenschen ermöglichen, die sich im Laufe der Zeit zu Lebenskompetenzen entwickeln. Das Programm ist vom Grundsatz auf vier Schuljahre angelegt. Das Programm fördert auch die Sprachkompetenz der Kinder und beugt Verhaltensstörungen präventiv vor. Grundregeln des Programms sind:
  • Freiwilligkeit (Entscheidung des Kindes respektieren, ob es Aktivität mitmachen oder lieber zuschauen möchte, ob es seine Meinung, Einstellung, oder Erfahrung mitteilen möchte
  • Positive Blick auf das Kind (mehr auf die Bemühungen und kleine Fortschritte des Kindes als auf die Fehler bzw. Mängel des Kindes schauen
  • Verzicht auf Bewertungen (in Gesprächs-und Reflexionsphasen einfach annehmen und bewusst zuhören und nicht bewerten bzw. kommentieren
  • Bildung von Zufallsgruppen ( Arbeitsgruppen durch Zufallskarten bilden, umso Arbeitskontakte zu fördern, die sonst nicht zustande kommen und Ausgrenzung zu verhindern)
Bei den Kindern wächst die Freude an der Schule, weil sie beim sozialen und emotionalen Lernen (Programm Teamgeister) miteinander spielen, sich bewegen, reden, zuhören und lachen und die gestellten Aufgaben erfolgreich bewältigen können. Das Verhaltenstraining“ Teamgeister“ wird seit dem Jahre 2018 in den ersten Klassen durch den Schulsozialarbeiter, in Kooperation mit den KlassenlehrerInnen, im wöchentlichen Rhythmus durchgeführt.
. . Begleitung Übergang KiTa- Grundschule

Die „Streitschlichterausbildung“ wurde im Jahre 2016 in die Ausbildung zum „Overberg-Engel“ integriert und das „Verhaltenstraining für Schulanfänger“ wurde im Jahre 2018 durch das Programm „Teamgeister“ in den ersten Klassen ersetzt.

Netzwerken

Intervention:

– Einzelfallhilfe (Kindersprechstunde, Elterngespräche, Kontakte zu außerschulischen Kooperationspartnern)
– Zusammenarbeit mit Frau Heising (Mobile Erziehungsberatung des Caritasverbands Oberhausen)

Netzwerkarbeit:

– Schulgremien
– Sozialraumgremium
– Jungenarbeitskreis Oberhausen
– Distriktteam
– u.a.